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'''Fossile Energie''' wird aus en gewonnen, die in geologischer Vorzeit aus Abbauprodukten von toten Pflanzen und Tieren entstanden sind. Dazu gehören , , , und . Man nennt diese Energiequellen '''fossile Energieträger''' oder '''fossile Brennstoffe''' (siehe auch ). Dagegen wird aus und weiteren ''neuzeitlichen'' organischen Abfällen und Überresten gewonnen.

Fossile Energieträger basieren auf dem und ermöglichen damit gespeicherte (Sonnen)energie vergangener Zeiten heute zu verwerten. Die technische Erschließung von fossilen Brennstoffen, zunächst fast ausschließlich Kohle, ermöglichte das kontinuierliche seit der .

Der Energiegehalt der aufgeführten fossilen Brennstoffe basiert auf dem .

Der Gegenbegriff zu fossiler Energie ist . Sie wird energetischen Prozessen entnommen, die sich laufend erneuern. Zu den erneuerbaren Energien gehört vor allem die Nutzung der , der Sonneneinstrahlung (en und n) und der und die energetische Verwertung von Biomasse, aber auch die Nutzung der und der .

 Mineralisation.

Vorräte

Reserven und Ressourcen

Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen (fossile Energieträger), die nachgewiesen, sicher verfügbar und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbar sind, bezeichnet man als Energiereserven. Gleichbleibenden Energiebedarf und gleichbleibende Nutzung unterstellt, reichen die derzeit (Stand 2020) bekannten Welt-Energiereserven an Erdöl und Erdgas je etwa 50 Jahre und an Kohle circa 130 Jahre.. Allerdings geht die (IEA) davon aus, dass sich der weltweite zwischen 2008 und 2035 um 36 % erhöhen wird, jedoch nur, wenn energiepolitische Maßnahmen wie die Steigerung der und der Ausbau der erneuerbaren Energien umgesetzt werden. In einem Vergleichszenario, das ohne diese Maßnahmen auskommt, liegt der Anstieg des Primärenergiebedarfs höher. Faktoren für die Verfügbarkeit fossiler Energieträger sind u. a.:

  • Größe der Energiereserve
  • bei der Nutzbarkeit der Energie
  • Umfang des Verbrauchs
  • Ausweichen auf

Neben den verfügbaren Energiereserven gibt es nachgewiesene und vermutete Vorräte von Energieträgern (so genannte Energieressourcen), die jedoch derzeit aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen noch nicht gewinnbar sind.

Die Reserven der fossilen Brennstoffe reichen wohl maximal noch etwa 100 Jahre. Beim Erdöl lag die statische der US-Ölförderung, die ca. zwei Drittel des Weltmarktes ausmachte, Mitte der 1920er Jahre bei 6 Jahren<ref> gestiegen, da neue Vorkommen und höhere Preise hinzukamen, die teurere Förderverfahren zuließen.

Ein wichtiger Faktor ist neben der statischen Reichweite als statistischer Kennwert der Zeitpunkt, an dem die Förderung nicht mehr gesteigert werden kann, sondern zurückzugehen beginnt (). Da sich dadurch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verändert, kann dies stark steigende Preise zur Folge haben. Die Versorgungslücke im Bereich der Kraftstoffe kann durch geringeren Verbrauch und alternative Antriebe, sowie bei der Erzeugung elektrischer Energie durch oder gedeckt werden.

Klimatische Auswirkungen und Grenzen der Nutzung

{| class="wikitable float-right" style="text-align:right"
|+ style="text-align:center;" | Wärmefreisetzung und Kohlendioxidemissionen bei der Verbrennung von einem Gramm Brennstoff
|-
|-
! Brennstoff !! Wärmegewinn () !! (Gramm)
|-
| || 32,8 || 3,66
|-
| || 47,8 || 3,08
|-
| (Erdgas) || 55,6 || 2,74
|}
Die Verbrennung fossiler Energieträger ist die Hauptquelle für den Anstieg der (Hrsg.): ''Die Zukunft des Klimas. Neue Erkenntnisse, neue Herausforderungen. Ein Report der Max-Planck-Gesellschaft.'' Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66968-2, S. 123?136, S. 127.</ref>

Ein komplettes Verbrennen der fossilen Energieressourcen, die konservativ auf 5 Billionen Tonnen Kohlenstoff geschätzt werden, würde hingegen zu einer mittleren Erwärmung der Arktis um ca. 14,7 bis 19,5 °C und einem weltweiten von ca. 6,4 bis 9,5 °C führen, was sehr starke negative Auswirkungen auf e, menschliche , Landwirtschaft, die Wirtschaft usw. hätte.

Fossile Energieträger

Kohlenwasserstoffe

Erdöl

Erdöl ist ein in der eingelagertes, hauptsächlich aus langkettigen n bestehendes und es Stoffgemisch. Es entstand aus abgestorbenen Kleinstlebewesen (mehrheitlich einzelligen ), die auf dem Meeresgrund in sauerstofffreiem Wasser als an angereicherter abgelagert wurden. Weil die Umwelt in teils drastischen Änderungen unterworfen ist, stoppte irgendwann die der Algenschlämme und diese wurden von anderen Sedimenten überlagert.

Der Auflastdruck der überlagernden Sedimentschichten sorgte für eine Kompaktion des Schlammes zu einem feinkörnigen . Durch kontinuierliche Absenkung der regionalen Erdkruste ? diese ermöglichte erst die Ablagerung weiterer Schichten auf dem Schlamm ? gelangte das organikreiche Gestein in zunehmend tiefere Krustenbereiche. Dort herrschten infolge des erhöhte Temperaturen. Unter diesen Bedingungen wurden die festen organischen Verbindungen im Gestein allmählich in flüssige und gasförmige Kohlenwasserstoffe umgewandelt. Da diese Kohlenwasserstoffe relativ mobil sind und zudem eine geringere haben als das sie umgebende Gestein, wanderten sie in durchlässigem Gestein in Richtung Erdoberfläche. Dort, wo undurchlässige Gesteinsschichten den Aufstieg wirksam behinderten, sammelten sie sich im durchlässigen Gestein an und bildeten Lagerstätten, wobei sich die gasförmigen Kohlenwasserstoffe (hauptsächlich ) in der Regel als Erdgas über dem flüssigen Erdöl anreicherten.

Unbehandeltes Erdöl (Rohöl) stellt mit mehr als 17.000 Bestandteilen eine der komplexesten Mischungen an organischen Verbindungen dar, die natürlicherweise auf der Erde vorkommen. Die Nutzungsmöglichkeiten von Erdöl sind sehr vielfältig: Neben der Verbrennung für Heizzwecke und im Verkehr ist es Ausgangspunkt der und damit einer der wichtigen Industrierohstoffe.

Erdgas

Erdgas entstand ähnlich wie Erdöl und tritt häufig mit diesem vergesellschaftet auf. Es besteht vor allem aus , die genaue Zusammensetzung schwankt jedoch. Aufgrund des hohen Methananteils ist Erdgas unverbrannt ein starkes Treibhausgas. Sofern aufbereitet, verbrennt es allerdings sauberer und klimaschonender als andere fossile Brennstoffe. Jedoch tragen auch Förderung, Transport und Verarbeitung zur Freisetzung der e Methan und bei. Genutzt wird Erdgas insbesondere für die Wärme- und Stromerzeugung sowie als in der chemischen Industrie.

Kohle

 (von altgerm. kolo = ?Kohle?) ist ein schwarzes oder br�unlich-schwarzes, festes biogenes , das zu mehr als 50 Prozent des Gewichtes und mehr als 70 Prozent seines Volumens aus  besteht.

Kohle ist eine Energiequelle und wird vom Menschen als fossiler Brennstoff verwendet. Sie entsteht aus pflanzlichen Überresten, die unter Luftabschluss ? z. B. am Grund von Sümpfen und Mooren ? verrotten und nach Versenkung in tiefere Bereiche der oberen Erdkruste erhöhten Drücken und Temperaturen ausgesetzt sind.

Als hochwertigere Kohle gilt die , da diese sehr dicht und rein ist, das heißt, sehr wenig Fremdstoffe enthält. Der der Steinkohle ist dementsprechend groß. Steinkohle wird deshalb, wie Erdöl, auch ''Schwarzes Gold'' genannt. Minderwertiger ist die , die schwächer verdichtet ist und einen größeren anteil enthält; ihr Brennwert ist deutlich geringer, daher ist die Verbrennung von Braunkohle die kohlendioxidintensivste Art der Stromerzeugung.

Kohle war der erste in größerem Stil eingesetzte fossile Energieträger. Ihre intensive Nutzung kam im 16. Jahrhundert in auf. Allerdings stellte Kohle noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nur einen kleinen Bruchteil der in Europa konsumierten Energie. Anschließend stieg ihr relativer Anteil am Energiemix bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts stark an, um dann später von Öl und Gas wieder etwas zurückgedrängt zu werden.

Torf

Torf stellt die erste Stufe der dar. Er entsteht unter Luftabschluss in oberflächennahen und trockenfallenden Gewässern. Er ist in getrocknetem Zustand leicht brennbar. Daher wird er häufig in en abgebaut, was n kritisch sehen. Als Brennstoff wurde Torf vor allem mit Beginn der Industrialisierung eingesetzt. Um 1880 wurde Torf auch zur Feuerung in der Eisen- und Stahlindustrie verwendet. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts betreiben einige Länder, vor allem in Mitteleuropa bis Ende der 1970er Jahre, größere e. nutzt weltweit mit 51 Prozent den höchsten Anteil von Torf als Energieträger, wobei dieser zur Primärenergie des Landes 6?7 Prozent und mit 20 Prozent zum Treibhausgasausstoß beiträgt.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Investitionen

2012 wurden nach Angaben des Thinktanks '', 21. April 2013. Abgerufen am 28. April 2013.</ref>

Investitionen verlagern sich zunehmend weg von fossilen Brennstoffen. Das aus diesem Sektor abgezogene Investitionsvolumen (sog. ) hat sich im Jahr 2015 um den Faktor 50 erhöht, so die US-Beratungsfirma Arabella Advisors. Insbesondere Pensionsfonds und Privatinvestoren aus den USA, Großbritannien und Australien ziehen sich zurück. Die Investoren verweisen auf wirtschaftliche Risiken der Kohlenstoffnutzung und die höhere Wettbewerbsfähigkeit .

Die , einer der größten Versicherer weltweit und einer der größten Investoren, hat im November 2015 angekündigt, künftig nicht mehr in Unternehmen zu investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes bzw. ihrer Energieerzeugung aus Kohle generieren.

 hat entschieden, die Gelder seines Pensionsfonds, einer der weltweit gr��ten Staatsfonds, nicht mehr in Kohlefirmen zu investieren. Der Versicherungskonzern  hat sich von Beteiligungen an Kohlekonzernen getrennt.  ist beim �lkonzern  ausgestiegen.

Im Jahr 2015 wurden 329,3 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien investiert und damit 4 Prozent mehr als im Vorjahr und dies trotz gesunkener Öl- und Gaspreise und trotz gesunkener Kosten für erneuerbare Energien. 2015 wurde 30 Prozent mehr Wind- und Solarleistung installiert als in 2014.

Im März 2016 trennte sich die Familie von ihren Anteilen an Firmen, die ihr Geschäft mit fossilen Brennstoffen machen. Dies betraf insbesondere Anteile am Exxon-Konzern. Auch von Beteiligungen im Bereich Kohle und werde man sich schnell trennen. Ihre eigene Aussage lauten: ?Es [ergibt] keinen Sinn [?] weiter in diese Unternehmen zu investieren, während die globale Gemeinschaft die Abkehr von fossilen Brennstoffen vorantreibt.?.

Subventionen

2011 wurden fossile Energien weltweit mit 523 Mrd. US-Dollar direkt 70'', (2014), 411?419, S. 411f, </ref>

Im Jahr 2010 wurden die fossilen Energien laut '', 19. Januar 2012. Abgerufen am 21. Januar 2012.</ref>

Laut einer Studie des britischen Overseas Development Instituts subventionieren die führenden Industrie- und Schwellenländer die Erkundung von Ölvorkommen mit 71 Milliarden Euro pro Jahr ? und untergraben damit ihre eigene Klimapolitik.

Preisentwicklung

Gemäß (WTO) bezifferte sich im Jahr 2014 der Import von Brennstoffen auf weltweit 3.150 Milliarden US-Dollar. Dies schlägt sich insbesondere in den Handelsbilanzen von Schwellen- und Entwicklungsländern nieder. So verwendete 2014 circa ein Viertel seiner Importausgaben für fossile Brennstoffe. Bei belief sich der Anteil auf 30 Prozent, bei auf 14 Prozent, bei auf 9 Prozent.

{| class="wikitable"
|+Preisentwicklung in Deutschland nach (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) in Euro/t
|-
! Jahr !! Importrohöl !! Importerdgas !! Erdgas (Industrie) !! Erdgas (Kraftwerke) !! Drittlandskohle (Kraftwerkskohle) !! Drittlandskohle (Kokskohle)
|-
| 1995 || 65 || 61 || 118 || 99 || 39 || 42
|-
| 1996 || 82 || 59 || 120 || 103 || 38 || 44
|-
| 1997 || 88 || 70 || 130 || 109 || 42 || 51
|-
| 1998 || 60 || 62 || 124 || 103 || 37 || 50
|-
| 1999 || 83 || 53 || 118 || 105 || 34 || 47
|-
| 2000 || 156 || 93 || 158 || 129 || 42 || 51
|-
| 2001 || 141 || 123 || 202 || 159 || 53 || 60
|-
| 2002 || 130 || 105 || 182 || 151 || 45 || ? ·
|-
| 2003 || 133 || 111 || 200 || 167 || 40 || 53
|-
| 2004 || 151 || 105 || 194 || 176 || 55 || 61
|-
| 2005 || 211 || 142 || 226 || 206 || 65 || 91
|-
| 2006 || 260 || 191 || 273 || 220 || 62 || 104
|-
| 2007 || 260 || 180 || 260 || 209 || 68 || 94
|-
| 2008 || 348 || 237 || 324 || 252 || 112 || 142
|-
| 2009 || 218 || 198 || 301 || 239 || 79 || 151
|-
| 2010 || 297 || 185 || 281 || 222 || 85 || 160
|-
| 2011 || 400 || 230 || 327 || 256 || 106 || ?
|-
| 2012 || 441 || 263 || 356 || 260 || 93 || ?
|}

Siehe auch

Weblinks

  • ? Informationen des

Einzelnachweise